Ein Lebenswertes Leben

Ich erinnere mich, im Sozialkundeunterricht einmal über Grund-, und Luxusbedürfnisse gesprochen zu haben. Zu den Grundbedürfnissen gehören Essen, Trinken, Schlaf, Gesundheit und Soziale Beziehungen. Darunter sollten wir dann folgende Definition schreiben: "Wenn die Grundbedürfnisse erfüllt sind, ist ein Leben lebenswert."

Ich muss sagen ich finde diese Aussage etwas problematisch. Ja natürlich sollten für jeden Menschen auf der Welt diese Bedürfnisse erfüllt sein, und daran sollte jeder von uns beitragen, doch sollten die Bedürfnisse erfüllt sein, gibt es immer noch genug Probleme, die ein Leben durchaus weniger geniessbar machen können. Natürlich, wenn man das Gesamtbild betrachtet geht es uns in Europa allen ziemlich gut. Natürlich können wir uns glücklich schätzen hier geboren zu sein und vielem Leid zu entkommen. Doch auch unsere kleinen Probleme in unseren kleinen Leben haben Bedeutung. Und zwar für uns. Und für uns sind sie in dem Moment in dem wir sie fühlen riesengroß. Und das ist okay. "Schmerz ist Schmerz" hat mal eine Freundin zu mir gesagt. "Jetzt gerade ist er so schlimm wie er nunmal ist. Man kann sich dann nicht zusammenreissen und ihn unterdrücken nur weil irgendwo jemand größere Probleme hat", denn natürlich wird es diese Menschen immer geben, leider, aber dagegen können wir auch nichts tun, wenn wir uns nicht zuerst selbst helfen.

Und Schmerz verlangt es Gefühlt zu werden. Wir müssen wohl oder übel durch ihn hindurch, es gibt keinen Weg seitlich vorbei oder oben drüber. Irgendetwas kann passieren, jederzeit und das löst in uns Gefühle aus. Na klar das ist auch gut so , wir sind nunmal Menschen. Wir müssen nur einen Weg finden mit ihnen klar zu kommen. Die gute Nachricht ist, mit der Zeit, wenn man schon ein bisschen gelebt hat, lernt man sich selbst immer besser kennen. Man findet heraus, was einem in bestimmten Gefühlslagen hilft, wie man sich selbst da rausholt. Man lernt, eine eigene Gebrauchsanleitung anzufertigen, und strukturiert und analytisch an die eigenen Gefühle heranzugehen. Das sollte man zumindest. Ich kann wirklich empfehlen so etwas für sich selbst aufzuschreiben. Nach dem Schema: wenn ich mich soundso fühle hilft das, das und das.

Okay also Schmerzen sind Teil des lebens, wohl oder übel. Doch was ein Leben lebenswert macht ist für jeden komplett anders. Man muss sich Ziele setzen, die einem wichtig sind. Für manche mag das eine Familie mit Mann und Kindern sein, für andere eine Berufliche Karriere, für manche beides oder etwas komplett anderes. Der Punkt ist, es muss etwas sein, das man für sich selbst erreichen will. Was einen selbst stolz machen wird und niemand anderen. Doch noch wichtiger, als die Ziele zu erreichen ist, dass man den Weg dorthin auch geniessen kann. Denn natürlich muss man das tun, was man machen muss, um zu tun, was man tun will, doch das muss es schon auch wert sein, denn die meiste Lebenszeit ist nun mal der Weg dorthin. 

"Ich warte immer bis das Leben mal anfängt, aber es geht immer nur weiter."

Deshalb sollte man sich sofort jetzt zwei Fragen stellen:

1. Geniesse ich das, was ich zur Zeit tue, bin ich glücklich in meiner Situation?

2. Wenn nicht, ist es kurfristig und hilft mir weiterzukommen, dahin wo ich hin will?

Wenn man nicht eine der Fragen bejahen kann, sollte man etwas ändern. Wenn man das nicht tut gibt man sich geschlagen, und das ist weder gut für das Selbstwertgefühl noch für die eigene Selbstachtung. Lebenswert wird das Leneb also, sobald man sich erfüllt, was man vom Leben erwartet, und die schwierigen Zeiten gut überstehen kann.  Lasst mich wissen, was ihr denkt!

Bis bald,

E.

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